Lea: Minimalismus [German and Spanish]

In Gesprächen hatte sie bereits erwähnt, dass sie recht minimalistisch lebt. Doch wie weit mein abstraktes Wissen darüber von der realen Erfahrung damit auseinander klaffte, wurde mir bewusst, als ich ihre Wohnung tatsächlich einmal betrat. Es war sogar so eindrucksvoll, dass ich Lea bat ein paar Fotos schießen und ihr ein paar Fragen stellen zu dürfen.

IMG_7991 Kopie

„Mein Name ist Lea, ich bin 25 und lebe in Wien. Nach dem Besuch eines Realgymnasiums habe ich ein Jahr lang Jus studiert, dann jedoch in Richtung Kommunikationsdesign gewechselt. Seit ich 12 bin zeichne ich sehr viel, Mode und Design waren mir lange Zeit sehr wichtig. Gelesen habe ich auch immer viel. Sehr viel sogar. Heute bin ich im Grafik- und Webdesign tätig und seit fünf Jahren nebenberuflich professionell als Model aktiv.“    

IMG_7893 Kopie

„Es ist ehrlich gesagt ungewohnt von dir fotografiert zu werden. Es ist etwas komplett anderes als Model vor der Kamera zu stehen, als in einer so persönlichen Situation. Normalerweise werde nicht ‘Ich’ fotografiert.”

IMG_7913

„In meinem Zimmer in einer großen Wiener Altbauwohnung steht ein Bett, ein Sofa, ein großer Spiegel, ein leeres Regal, ein Tisch und eine Yogamatte. Abgesehen von den Dingen in der Küche und ein paar Sachen im Badzimmer, befindet sich alles was ich habe entweder auf dem Schreibtisch oder in den beiden Bettschubladen.“

IMG_8033 Kopie

„Auf dem Schreibtisch liegen neben einigen Lernunterlagen ein Laptop und vereinzelte andere Utensilien. In der einen Schublade meines Bettes habe ich einen Notfallkoffer, zwei Ordner (einer mit persönlichen wichtigen Dokumenten, der andere mit Dokumenten zur Wohnung) und eine Kiste mit Erinnerungen. Außerdem mein Grafiktablet. In der anderen Schublade liegt all die Kleidung, die ich besitze.“

IMG_7972 Kopie

“Seit einigen Jahren faszinieren mich die Naturwissenschaften und Geschichte. Nachdem ich aus der Welt der Konsumobjekte ausgetreten war, hatte ich das Bedürfnis mich mit der ‘Realität’ zu beschäftigen. Obwohl ich professionell in Design und Kunst tätig war, entfernte ich mich stetig von den Fantasien und Fiktionen. Zu meiner Veränderung hat auch die >Rationality Vienna Gruppe< beigetragen. Der Kontakt mit klugen Menschen aus allen intellektuellen Ecken war erfrischend: Linguistik, Physik, Mathematik, Psychologie, Politikwissenschaft und Menschen in jedem Alter waren ein starker Kontrast zu dem oft oberflächlichen und studentischen Lebensstil, den ich sonst bei Gleichaltrigen oft erlebe. Viele der Mitglieder engagieren sich politisch und haben eine ausgereifte Perspektive. “

IMG_7967

„Zu meinen Küchenutensilien zählen zwei Töpfe, eine Pfanne, ein Teller, ein Glas und eine Spork. Zum Kochen selbst benutze ich einen übergroßen Löffel, wie er meist in der asiatischen Küche verwendet wird. Ein Fach im Regal beherbergt einige Lebensmittel (vor allem Linsen, Haferflocken und Gewürze).“

IMG_8049 Kopie

„Wie gesagt waren Zeichnen, Kunst und Mode mehr als zehn Jahre im Fokus meines Interesses. Entsprechend hatte ich viele Klamotten und Designobjekte. Diese haben mir auch jahrelang wirklich viel Freude gemacht. Als ich hier das erste Mal meine eigene Wohnung hatte, begann ich mir ein Nest zu bauen. Mit diesen Gegenständen habe ich auch viel Zeit verbracht – die Kleidung anprobiert, in Büchern geblättert. Als ich damals dieses große Regal gekauft habe, war ich sogar unheimlich stolz, dass all meine Sachen hineingepasst haben! Rückblickend ist das natürlich lustig.“

IMG_7964

„Mit der Zeit hat es mich immer wütender gemacht, ich war regelrecht angepisst wie viel Zeit und Arbeit es gekostet hat, sich um all diese Dinge zu kümmern.“

IMG_7953

„Ich erinnere mich noch an den ausschlaggebenden Tag. Zu der Zeit hatte ich im Studium viel zu tun und die Zeit war daher knapp. Ich musste meine Wäsche zusammenlegen und in den Schrank einordnen. Es hat mich 45 Minuten gekostet. In dem Moment habe ich mich verarscht und enttäuscht gefühlt. So als hätte man mich betrogen. Diese schönen Konsumprodukte haben ihr Versprechen nicht eingehalten mich glücklich zu machen. Das war der Punkt an dem ich mich entschied nicht mehr weiter zu sammeln, sondern zu reduzieren.“

IMG_7974 Kopie

„Am Anfang hat es mir schon Angst gemacht. Meine Sachen wurden immer sorgfältig gepflegt und waren fester Bestandteil meiner Identität. Gerade das ist es auch, was beängstigt und das Loslassen so schwer macht. Was bleibt von dir über, wenn du alles hergibst?“

„Der ganze Prozess hat ungefähr eineinhalb Jahren gedauert und läuft auch heute noch weiter. Anfangs habe ich die Kleidung und anderen Dinge an Leute geschenkt, die ich kannte. Es hat mir die nötige Sicherheit gegeben mich zu trennen, denn ich hätte vieles so auch jederzeit zurück haben können. In den knapp zwei Jahren bisher habe ich nichts je zurückhaben wollen. Als dann irgendwann niemand mehr etwas wollte, musste ich mir neue Wege suchen.“

IMG_8070 Kopie

„Einmal habe ich Kleidung auf einem Flohmarkt verkauft. Die wertvolleren Dinge (zB.: Spielekonsolen, Design-Gegenstände, …) habe ich online veräußert. An einem Tag habe ich fünf Müllsäcke voll mit Kleidung zur Spendenbox getragen. Oft habe ich einen großen Karton vor die Wohnungstüre oder neben die Spendenbox draußen gestellt mit einem Zettel >Zur freien Entnahme<.“

IMG_8001 Kopie

„Klamotten waren für mich auf dem Weg zum Minimalismus anfangs das größte Thema – auch hinsichtlich meiner eigenen Identität. Aber wenn man begriffen hat, dass man keine 50 T-Shirts braucht, dann fragt man sich auch, ob man wirklich 9 Kochtöpfe braucht.“

„Währenddessen habe ich Blogs über Minimalismus gelesen und mir Inspiration  geholt. Einen materiell einfachen Lebensstil mit Fokus auf das eigene Werk fand ich sehr beeindruckend.“

IMG_8065 Kopie

„Es gibt verschiedene Methoden, die man zum Aussortieren und Entscheiden einsetzen kann. Zum Beispiel kann man erst einmal Sachen in Kisten packen und sie zur Seite stellen. Oft weiß man einige Tage später gar nicht mehr was alles drinnen ist.  Manche schlagen da die radikale Route ein und packen alles was sie besitzen in Kartons und holen immer nur das heraus was sie tatsächlich benötigen.“

„Nach anfänglichen Versuchen alles zu Geld zu machen habe ich gemerkt, dass der Zeitaufwand unproportional zum Profit ist. Verkauft habe ich dann nur noch Gegenstände, die über 30 Euro eingebracht haben. Kurze Zeit hatte ich auch die Regel alles herzugeben, das ich jederzeit für unter 10 Euro wieder nachkaufen konnte. Weggeschmissen habe ich nahezu nichts, es wurde alles verschenkt oder gespendet.“

IMG_8027 Kopie

„Es gibt auch die >100 things challenge<, bei der es darum geht unter hundert Dinge zu besitzen. Was man genau dabei als ein Ding zählt ist nicht definiert, denn darum geht es ja auch nicht. Meine Liste mit allen meinen Gegenständen habe ich regelmäßig geupdatet und es von 139 auf 78 geschafft. Die Liste war aber lange nicht so sinnvoll wie gedacht. Sie zeigt zwar klar was man hat, aber nicht was diese Objekte für eine Rollen sie spielen, welchen Wert sie wirklich haben. Es ist sehr realitätsfern und abstrakt. Viel mehr hat mir da geholfen mit einem 40l Rucksack unterwegs zu sein. Da zeigt sich schnell was man benutzt und was man auch hätte daheim lassen können.“

“Es soll auch nicht der Eindruck entstehen Minimalismus könnte alle die gebrochenen Versprechen des Konsums erfüllen. Das Einzige, was verlässlich geschaffen wird ist mentaler und physischer Raum. Womit dieser dann gefüllt wird ist eine sehr persönliche Frage. Für viele dauert es Jahre bis sie sich neu orientiert haben. “

„Im Minimalismus gibt es viele verschiedene Richtungen und Motive. Manchen Menschen geht es um den Umweltschutz. Die konsumieren dann zum Beispiel überhaupt kein Plastik mehr. Anderen geht es darum nur aus einem Rucksack leben zu können, um die Welt bereisen zu können. Manchen geht es um Sparksamkeit oder um Mindfulness. Rückblickend ist mir auch klar geworden wie viel ich gekauft und dann wieder hergeben habe, wie viel Geld ich verschwendet habe. Jetzt habe ich einen neuen Blickwinkel auf Geld und interessiere mich für Personal Finance.“

IMG_7961

„Kokosöl ist ein Allroundtalend. Ich benutze es eigentlich für alles. Als Hautcreme, zum Abschminken, zum Kochen, mit ätherischem Öl gemischt als Deodorant.“

IMG_7960

„Ich esse gerne Linsen. Und meistens sehr einfache und gesunde Gerichte. Als ich mich fragte, welchen Müll ich aus meiner Wohnung streichen konnte, kam irgendwann auch die Frage welchen Mist ich auch aus der Ernährung streichen könnte. Es hängt so alles zusammen.“

IMG_8038 Kopie

„Nachdem ich weniger von meinem Zeug abgelenkt war und so mehr Zeit und Freiraum für Gedanken hatte, begannt ich mich damit auseinanderzusetzen wie ich meinen Alltag sinnvoll und produktive gestalten kann. Das Prägen von gesunden Gewohnheiten wurde so zu einem wichtigen Teil meines Lebens. Ich trinke fast ausschließlich Wasser und mache täglich Sport (Yoga, Jogging und Ultimate Frisbee). Ich habe auch gelernt wie wichtig es ist den eigenen Blutzucker auf einem konstanten Niveau zu halten. Ein ordentliches Frühstück ist dabei ein Muss. Seit über einem Jahr gibt es bei mir zum Frühstück jeden Tag Haferschleim mit Obst.“

IMG_8025 Kopie

„Das alles mag sich vielleicht schwer umsetzbar anhören, aber für mich persönlich waren die Reaktionen meiner Mitmenschen oft das Unangenehmste. Als ich noch viel eingekauft und davon erzählt habe wurde ich nie schief angesehen. Als ich mit dem Ausmisten begann wurde ich oft gefragt, ob eh alles in Ordnung sei und ob man sich Sorgen machen müsste. So kleine Kommentare wie “Hat dein Partner mit dir Schluss gemacht?” oder “Hat das etwas mit deiner Religion zu tun?” sind oft vorgekommen. Ehrlich gesagt schwangen da auch oft sexistische Untertöne mit. Das hat mich dann recht sauer gemacht. Nein, eine ‘Frau’ braucht nicht Unmengen von Zeug, um glücklich zu sein. Genauso wenig wie ein ‘Mann’ oder alles dazwischen.

Ich trage meinen Lebensstil nicht als Aushängeschild mit mir herum, aber mit der Zeit fließt es natürlich in Gespräche ein. Oft scheint die bloße Konfrontation mit einer etwas anderen Art von Lebensführung Unsicherheit in den Menschen hervorzurufen. Die meisten Leute beginnen dann ungefragt ihren eigenen Besitz zu verteidigen und so mancher äußert sich auch abwertend gegen meinen Lebensmodus.

Das ist zwar nicht dramatisch, aber es kam auf jeden Fall unerwartet. Es war teilweise schwierig mit meiner Familie zu kommunizieren. Die Abkehr von Konsumgütern wurde als Abkehr von einem gemeinsamen Teil des Lebens wahrgenommen. Da war dann viel Feingefühl und Rückversicherung gefragt.“

IMG_7937 Kopie

„Passend dazu: In der ganzen Minimalismus Community sind Geschenke ein viel diskutiertes Thema. Ich schätze es sehr, wenn jemand an mich denkt und sich Zeit nimmt etwas für mich auszusuchen. Dennoch bitte ich im Vorhinein darum lieber gemeinsam etwas mit mir zu unternehmen oder um etwas für meinen süßen Zahn. Am schönsten finde ich gemeinsame Ausflüge.“

IMG_8067 Kopie

„Was ich vermisse? Hm, wenn ich so zurückdenke, dann fällt mir eigentlich nur eine Sache ein. Im Kopf geblieben ist mir ein Kleid, das mir sehr gefallen hat. Lustigerweise habe ich es jedoch nie besessen. An die anderen Sachen erinnere ich mich großteils gar nicht mehr.“

„Wenn man in einen Laden geht, denkt man hin und wieder >Oh, das ist schön, das möchte ich kaufen.<, mittlerweile ist es bei mir zu einem >Oh, das ist schön.< geworden. Hin und wieder schieße ich dann ein Foto. So kann ich die Schönheit der Sache wertschätzen, ohne die langfristige mentale Investition darin zu tätigen. “

IMG_7941

IMG_7948

„Die schwierigste Trennung waren die alten Zeichnungen von mir. Ich hatte mindestens drei riesige Kartons voll damit. Seit ich angefangen habe hobbymäßig zu zeichnen habe ich jede einzelne Skizze aufbewahrt. Für mich sind diese Bilder wie ein Tagebuch. Ich sehe mich als Kind und Teenager in diesen Bildern. Oft kann ich mich bei einzelnen Zeichnungen an die Situationen erinnern in denen sie entstanden sind. Ich habe sicher zwei Wochen lang herumsortiert und bin alle Blättern einzeln durchgegangen. Aber auch hier war es so, dass man irgendwann auf die zehnte Skizze eines halben Auges verzichten kann. Trotzdem fiel es mir schwer. Ich habe alle gebundenen Skizzenbücher aufbewahrt und einen Stapel lose Blätter. Jetzt passt alles in einen Karton.“

IMG_7978 Kopie

Was es ist, das Gegenstände oder ihren Besitz anstrengend macht? Einerseits, dass sie Teil der eigenen Identität werden, sie sagen dann was und wer ich bin. Außerdem hindern sie einen an Selbstständigkeit und Flexibilität. Man muss sehr viel Verantwortung für diese Objekte übernehmen. Zum Beispiel, wenn man wegfahren möchte. Einmal kam während einer Weihnachtsfeier ein Anruf es würde Rauch aus meiner Wohnung steigen. Natürlich habe ich die Feuerwehr gerufen und bin nach hause gefahren. Da war ich aber schon im Prozess des Ausmistens. Mir war bewusst, dass fast alle Gegenstände dort ersetzbar waren. Der einzige potentielle Verlust, der mich nervös machte waren meine Dokumente, die Schuhschachtel mit Erinnerungen und mein Laptop. Glücklicherweise war es ein falscher Alarm. Mittlerweise habe ich alle relevanten Gegenstande abgesichert. Es war so etwas wie ein unfreiwilliger Testlauf für mich.”

“Manchmal macht es mich wütend, wenn ich sehe wie sehr Gegenstände andere Menschen belasten. Es raubt ihnen unglaublich viel Geld, Aufmerksamkeit und Zeit. Vor allem, wenn es um Statussymbole geht.“IMG_7923 Kopie

IMG_7925 Kopie

„Nur weil ich sehr minimalistisch lebe heißt das nicht, dass ich jetzt eine Konsumheilige bin. Im Übergangsprozess habe ich oft Dinge gekauft, die viele andere Dinge ersetzen konnten. Ein Taschenmesser, universell einsetzbare und pflegeleichte Kleidung oder zum Beispiel dieses Werkzeug. Es kann einen ganzen Werkzeugkoffer ersetzen. Allerdings habe ich es ehrlich gesagt kaum benutzt! Wozu auch, wenn ich nichts habe was repariert oder montiert werden muss?“

„Papierstapel vermeide ich indem ich Rechnungen und anderes mit einer Smartphoneapp scanne, die es direkt in eine PDF umwandelt und in die Cloud lädt. Dort befinden sich auch meine Fotos und andere Daten. Meine Ebooks speichere ich noch lokal – aber nur, weil ich noch keinen guten Platz online gefunden habe. Früher habe ich auch digital gesammelt. Vor allem Bilder und Musik. Dann ist mir eine externe Festplatte kaputt geworden. Den ganze Enttäuschung hätte ich mir echt ersparen können. Auf meinem Computer befinden sich jetzt genauso wenig unnötige Dinge, wie sich unnötiges Zeug in meinem Zimmer befinden.“

IMG_7935 Kopie

„Auf was man wirklich nicht verzichten kann? Mir ist bewusst geworden, dass mein einziger wirklicher Schutz meine Staatsbürgerschaft, meine Versicherung und mein Job sind. Desto mehr ich darüber nachgedacht habe, wie ersetzbar und bedeutungslos die meisten meiner Gegenstände waren, desto mehr kam auch die Konfrontation mit der eigenen Vergänglichkeit und Unwichtigkeit. Dann kamen die harten Fakten: Was ist dein Net-worth? Welche Fähigkeiten hast du? Wenn es einem geliebten Menschen schlecht ginge, könntest du für sie sorgen? Diese existenziellen Fragen gehören wohl zum Erwachsenwerden dazu. Neben meinem Bett stand lange ein kleiner Behälter mit meiner DNA, die ich auf der Uni aus meinem eigenen Speichel extrahiert habe. Es war das erste was ich morgens nach dem Aufwachsen sah. Memento mori. Jetzt ist sie in der Kiste mit meinen Erinnerungen.“

IMG_7931

IMG_7932

IMG_7929 Kopie

„In der Kiste sind zum Beispiel kleine selbstgebastelte Geschenke von Freunden, wie dieses Daumenkino mit einem Hasen oder mein alter Reisepass, dessen Stempel mich an schöne Reisen erinnern. Auch dieser traditionelle japanische Glücksbringer – ein sogenannter ‘Daruma’. Man malt ihm das erste Auge und wünscht sich etwas. Wenn der Wunsch in Erfüllung gegangen ist, dann malt man das zweite Auge und verbrennt ihn danach. “

IMG_8057 Kopie

„Nach ungefähr einem Jahr des Loslassens und der drängenden Frage nach der eigenen Identität, habe ich mir die Haare abrasiert. Mich zu verkleiden und zu sehen, wer man sein kann, fand ich ja schon lange spannend. Das >Pretty Girl< war ich schon über zwanzig Jahre. Es war wohl auch Reaktanz gegen die Oberflächlichkeit des Modelbusiness.“

IMG_7938 Kopie„Ein Aspekt, der oft kritisiert wird ist, dass Minimalismus nur etwas für ‘single white men’ ist, die in einer wohlhabenden Gesellschaft leben. Woher man kommt oder welches Geschlecht man hat spielt in meiner Erfahrung kaum eine Rolle – die online Communities sind sehr divers. Allerdings entsprechen die prominenten Vertreter meist diesem Klischee. Dem Aspekt der Überflussgesellschaft stimme ich aber zu. Wäre die ökonomische und politische Situation nicht so großzügig, dann wäre es eindeutig schwieriger sich gegen die Absicherung durch Besitz zu entscheiden.“

IMG_8009 Kopie

„Viele Leute bauen sich eine Höhle mit ihren Gegenständen. Aber es nimmt einem im wahrsten Sinne des Wortes Raum weg. Raum, den man sich selbst zugestehen könnte. Raum, den man mit anderen Personen oder eigenen Handlungen füllen kann. Man kann Freunde einladen, Sport machen. Die eigenen Handlungen werden dann wichtiger als Objekte.“

IMG_8020 Kopie

„Wenn an einem Ort wenig Dinge stehen, dann misst man ihnen mehr Bedeutung zu. Ein leerer Raum kann Ehrfurcht erwecken. Das wird auch im Design und in der Kunst genutzt. Man hebt die einzelnen Objekte auf ein Podest, stellt sie in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Wie in einem Tempel, einem Museum oder einem Apple Store.“

IMG_7996

„Seit sich mein Fokus von Dingen auf andere Inhalte gerichtet hat, haben sich meine sozialen Interaktionen mit Sicherheit verdreifacht. Ich habe mehr Kontrolle über mein Leben und damit mehr Möglichkeiten für und mit anderen etwas zu tun. Es untersteht jedem selbst wie er seinen Alltag gestaltet und was er damit erreichen möchte. Jeder muss im Rahmen seiner Möglichkeiten entscheiden worin er  Verantwortung, Zeit und Energie investieren möchte. Wenn ich spontan eine Einladung in der Freizeit bekomme, dann packe ich nur schnell meinen Schlüssel, Geld und Handy in die Hosentaschen. Da gibt es kein unnötiges Herumsuchen mehr und es geht ab in die Welt.“

IMG_8072

 

Lea [Minimalismo]

Spanish Version

18 de agosto de 2015, por Anna Leptikon
Traducción al español por Alfredo Parra

En conversaciones previas ella había mencionado que vive muy minimalista. Pero no fue sino hasta que entré a su departamento que me di cuenta qué tan alejado de la vida real estaba mi conocimiento abstracto sobre el minimalismo. Fue tan impresionante que le pedí a Lea tomar un par de fotos y hacerle un par de preguntas.

IMG_7991 Kopie

“Mi nombre es Lea, tengo 25 años y vivo en Viena. Después de haber ido al Realgymnasium estudié derecho un año, pero después cambié a diseño de comunicación. Desde los 12 años dibujo mucho. Por mucho tiempo me parecieron muy importantes la moda y el diseño. También siempre he leído mucho. Incluso demasiado. Hoy me dedico al diseño gráfico y web, y desde hace 5 años soy modelo profesional de medio tiempo.”

IMG_7893 Kopie

“A decir verdad es un poco extraño ser fotografiada. Es muy diferente posar para la cámara como modelo, a una situación personal. Normalmente no soy “Yo” la fotografiada.”

IMG_7913

“En mi cuarto, en un antiguo edificio vienés, hay una cama, un sofá, un espejo grande, un estante vacío, una mesa, y una colchoneta de yoga. A excepción de los utensilios de cocina y algunas cosas en el baño, todo lo que poseo se encuentra sobre mi escritorio o en los dos cajones de mi cama.”

IMG_8033 Kopie

“En el escritorio hay algunos papeles para estudiar, una laptop, y algunos utensilios. En uno de los cajones de mi cama tengo un maletín de emergencia, dos carpetas (una con documentos personales importantes, la otra con documentos del departamento), y una caja con recuerdos. También está mi tablet. En el otro cajón está toda la ropa que tengo.”

IMG_7972 Kopie

“Desde hace algunos años he estado fascinada por las ciencias y la historia. Después de salir del mundo del consumo sentí la necesidad de ocuparme de la ‘realidad’. A pesar de trabajar en diseño y arte, siempre me alejé de las fantasías y las ficciones. El ‘Grupo de Racionalidad de Viena’ contribuyó a estos cambios. El contacto con gente inteligente de todos los rincones intelectuales fue refrescante: lingüística, física, matemáticas, psicología, ciencias políticas, y gente de todas las edades eran un fuerte contraste con el estilo de vida usualmente superficial y estudiantil al que estaba acostumbrada. Muchos de los miembros se involucran políticamente y tienen una perspectiva madura.”

IMG_7967

“Entre mis utensilios de cocina figuran dos ollas, un sartén, un plato, un vaso, y un tenedor-cuchara. Para cocinar uso una cuchara grande, como se acostumbra en la cocina asiática. Un compartimiento en el estante alberga algunos alimentos (sobre todo lentejas, avena, y especias).”

IMG_8049 Kopie

“Como dije, el dibujo, el arte, y la moda fueron por más de 10 años el centro de mi interés. Por lo mismo tenía mucha ropa y objetos de diseño. Éstos me trajeron en verdad mucha alegría por muchos años. Cuando conseguí un departamento aquí por primera vez, comencé a construirme un nido. Pasé mucho tiempo con estos objetos — probándome ropa, hojeando libros. Cuando compré este estante grande estaba sumamente orgullosa de que todas mis cosas cupieran en él. Retrospectivamente es algo gracioso.”

IMG_7964

“Con el tiempo empezó a enojarme de verdad cuánto tiempo y trabajo me costaba ocuparme de todas estas cosas.”

IMG_7953

“Aún recuerdo el día decisivo. En esos días tenía demasiado que hacer en la escuela y por lo tanto poco tiempo. Tenía que doblar mi ropa y guardarla en el estante. Me tomó 45 minutes. En ese momento me sentí decepcionada, como si alguien me hubiera engañado. Estos bellos productos no cumplían con su promesa de hacerme feliz. Ese fue el punto donde decidí dejar de acumular, y empezar a reducir.”

IMG_7974 Kopie

“Al principio me dio miedo. Mis cosas siempre estaban bien cuidadas y eran una parte firme de mi identidad. Es justamente eso lo que da miedo y dificulta tanto el dejar ir. ¿Qué queda de ti, cuando dejas todo?”

“Todo el proceso duró aproximadamente año y medio, y continúa hoy todavía. Al principio regalaba mi ropa y demás cosas a gente que conocía. Esto me dio la seguridad necesaria para deshacerme de mucho, pues sabía que hubiera podido recuperar algunas cosas. En estos casi dos años no he querido recuperar nada. Cuando ya nadie quería recibir nada, tuve que recurrir a nuevas ideas.”

IMG_8070 Kopie

“En una ocasión vendí ropa en un mercado de pulgas. Las cosas más valiosas (por ejemplo consolas de videojuegos, objetos de diseño,…) las vendí en línea. Un día doné cinco bolsas de basura llenas de ropa. En varias ocasiones puse una caja a la entrada del edificio con una nota que decía ‘Se regala’.”

IMG_8001 Kopie

“La ropa fue al principio el tema principal en mi camino al minimalismo — también con respecto a mi propia identidad. Pero cuando uno asimila que no se necesita tener 50 camisetas, uno se pregunta también si nueve ollas son realmente necesarias.”

“Al mismo tiempo leía blogs sobre minimalismo para inspirarme. Un estilo de vida sencillo en términos materiales y enfocado al trabajo propio me parecía muy impresionante.”

IMG_8065 Kopie

“Hay varios métodos útiles que se pueden usar para seleccionar y decidir. Por ejemplo, uno puede primero poner cosas en cajas y dejarlas de lado. Suele pasar que después de unos días uno olvida lo que hay dentro. Algunos proponen el camino radical de empacar en cajas todo lo que uno posee y sacar solamente lo que realmente se necesita.”

“Después de algunos intentos de convertir todo en dinero, me di cuenta de que el esfuerzo no era proporcional a las ganancias. Empecé a vender sólo objetos con un valor mayor a 30 euros. Poco después adopté la regla de regalar todo lo que pudiera volver a comprar por menos de 10 euros. No tiré casi nada: todo fue regalado o donado.”

IMG_8027 Kopie

“También está el ‘100 things challenge’, el cual consiste en poseer menos de 100 objetos. Lo que cuenta como objeto no está bien definido, pero no se trata de eso. Fui actualizando frecuentemente la lista con todos mis objetos y logré reducirla de 139 a 78, pero ésta resultó ser menos útil de lo que pensé. Te dice qué objetos tienes, pero no el papel que juegan en tu vida ni el valor que tienen. Está muy alejado de la realidad y es algo abstracto. Me ayudó más viajar con una mochila de 40 litros. Así se puede ver rápidamente lo que se necesita y lo que se hubiera podido dejar en casa.”

“Pero tampoco debe dar la impresión de que el minimalismo puede cumplir con todas las promesas incumplidas del consumismo. Lo único que se puede crear con seguridad es un espacio mental y físico. Con qué decidimos llenarlo es una cuestión personal. Para algunos puede durar años hasta que logran reorientarse.”

“En el minimalismo hay muchas direcciones y motivos diferentes. Para algunas personas se trata del cuidado al medio ambiente, y dejan de consumir por ejemplo plástico. Para otras es más poder vivir de una mochila para poder viajar por el mundo. Otras lo hacen por frugalidad o ‘mindfulness’. Viendo hacia atrás me doy cuenta de todo lo que compré y terminé regalando, y de cuánto dinero desperdicié. Ahora veo el dinero desde un nuevo ángulo y me intereso más por las finanzas personales.”

IMG_7961

“El aceite de coco es un all-rounder. Lo uso para casi todo: como crema para la piel, para desmaquillarme, para cocinar, o mezclado con aceites esenciales como desodorante.”

IMG_7960

“Me gusta comer lentejas. Y platillos sencillos y saludables. Cuando me pregunté de qué basura podría deshacerme en mi departamento, comencé a preguntarme qué basura podría eliminar de mi dieta. Todo está relacionado.”

IMG_8038 Kopie

“Cuando empecé a distraerme menos por mis cosas y a tener más tiempo y espacio para pensar, empecé a preguntarme cómo podría organizar mi vida diaria de manera razonable y productiva. Así se convirtieron ciertos hábitos saludables una parte importante de mi vida. Tomo casi exclusivamente agua y hago deporte diario (yoga, correr, y Ultimate Frisbee). También aprendí lo importante que es mantener constante el nivel de azúcar en la sangre. Un desayuno saludable es obligatorio. Desde hace más de un año desayuno diariamente crema de avena con fruta.”

IMG_8025 Kopie

“Todo esto podría parecer difícil de aplicar, pero para mí personalmente lo más incómodo fueron las reacciones de la gente. Cuando compraba muchas cosas y hablaba al respecto, nadie me miraba mal. Pero cuando empecé a deshacerme de todo comenzaron a preguntarme si estaba bien, o si deberían preocuparse por mí. Comentarios pequeños como “¿Te cortó tu novio?” o “¿Tiene que ver con tu religión?” eran frecuentes. A decir verdad incluso resonaban ciertos matices sexistas. Eso me enojó mucho. No, una ‘mujer’ no necesita montañas de objetos para ser feliz. Ni tampoco un ‘hombre’, ni nada de por medio.

No cargo con mi estilo de vida como si fuera un letrero, pero con el tiempo se mezcla en las conversaciones. A veces esta confrontación con un estilo de vida diferente parece generar cierta inseguridad en la gente. La mayoría empieza a defender sus pertenencias sin razón aparente, casi despreciando en cierta forma mi estilo de vida.

No es nada dramático, pero sin duda fue inesperado. También era difícil comunicarme con mi familia. El alejamiento de los bienes de consumo fue percibido como un alejamiento de una vida en común. Requirió mucha delicadeza y confortamiento.”

IMG_7937 Kopie

“Y hablando de eso: en la comunidad del minimalismo, los regalos son un tema muy discutido. Aprecio mucho cuando alguien piensa en mí y se toma el tiempo para buscar algo para mí. Sin embargo suelo pedir de antemano hacer algo juntos, o pido algo dulce para el antojo. Lo que más me gusta son los paseos juntos.”

IMG_8067 Kopie

“¿Qué extraño? Mmm, cuando lo pienso sólo se me ocurre una cosa. Había un vestido que me gustaba mucho, y que se me quedó en la memoria. Curiosamente nunca fue realmente mío. Del resto de las cosas casi ya no me acuerdo.”

“Cuando uno va a la tienda, es inevitable pensar ‘Oh, qué bonito, me gustaría comprarlo.’ Ahora pienso solamente ‘Oh, qué bonito’. A veces tomo una foto. Así puedo apreciar la belleza del objeto sin incurrir en la inversión mental de largo plazo.”

IMG_7941

IMG_7948

“La separación más difícil fue con mis viejos dibujos. Tenía al menos tres cajas enormes llenas de ellos. Desde que empecé a dibujar como hobby guardé cada uno de mis bocetos. Estas imágenes son como un diario para mí. En ellas me veo como niña y adolescente. Muy seguido puedo recordar las situaciones en las que se originaron. Pasé al menos dos semanas clasificando y revisando cada una de las hojas. Pero también en este caso es posible deshacerse de uno de cada diez bocetos de un ojo a medias. Aún así fue difícil. Me quedé con todos los libros de bocetos encuadernados y un manojo de hojas sueltas. Ahora cabe todo en una caja.”

IMG_7978 Kopie

“¿Qué hace a los objetos o su posesión tan agotador? Por un lado, se vuelven parte de tu identidad. Te dicen qué y quién eres. Además limitan tu autonomía y flexibilidad. Hay que asumir una gran responsabilidad por estos objetos. Por ejemplo, cuando se quiere salir de viaje. En una ocasión, durante una cena de navidad, recibí una llamada diciendo que salía humo de mi departamento. Obviamente llamé a los bomberos y me dirigí a mi casa. En ese entonces ya estaba en el proceso de deshacerme de mis cosas. Me era claro que casi todos mis objetos eran sustituibles. Las únicas pérdidas que me tenían nerviosa eran mis documentos, la caja de zapatos con recuerdos, y mi laptop. Por suerte fue una falsa alarma. Mientras tanto he asegurado todos mis objetos importantes. Fue más o menos como una prueba involuntaria para mí.”

“A veces me enoja cuando veo cuánto agobian los objetos a las personas. Les quita muchísimo dinero, atención, y tiempo. Especialmente cuando se trata de símbolos de estatus.”

IMG_7923 Kopie

IMG_7925 Kopie

“Sólo porque vivo de manera minimalista no significa que soy una santa del consumo. En el proceso de transición compré algunas cosas que podían reemplazar muchas otras cosas. Una navaja universal y ropa de fácil cuidado, o por ejemplo esta herramienta. Puede reemplazar una caja de herramientas entera. Pero a decir verdad casi no la he utilizado. ¿Para qué, si no tengo nada que reparar o montar?”

“Trato de evitar pilas de papel, escaneando recibos y demás con una aplicación de smartphone, la cual los convierte en PDF y los sube a la nube. Ahí tengo también mis fotos y otros datos. Mis E-books los guardo todavía localmente, pero sólo porque no he encontrado un buen lugar en línea. Antes solía acumular también digitalmente, especialmente fotos y música. Pero luego se descompuso mi disco duro externo. Sin duda me hubiera podido ahorrar todo el coraje. En mi computadora hay ahora tantas cosas innecesarias como en mi cuarto.”

IMG_7935 Kopie

“¿A qué cosas no se puede renunciar? Me he dado cuenta de que mi única protección es mi nacionalidad, mi seguro, y mi trabajo. Entre más pensaba en lo sustituible e insignificante de mis cosas, mayor era la confrontación con mi propia transitoriedad y insignificancia. Así llegaron los hechos duros: ¿Cuál es tu valor neto? ¿Qué habilidades tienes? Si le fuera mal a un ser querido, ¿podrías cuidar de él? Estas preguntas existenciales son parte de volverse adulto. Junto a mi cama hubo por mucho tiempo un pequeño recipiente con mi ADN, el cual extraje de mi propia saliva en la uni. Era lo primero que veía cada mañana después de haber madurado. Memento mori. Ahora se encuentra en mi caja de recuerdos.”

IMG_7931

IMG_7932

IMG_7929 Kopie

“En la caja hay pequeños regalos hechos a mano por amigos, como este flip book con un conejo, o mi pasaporte viejo, cuyas estampas me recuerdan a viajes hermosos. También este amuleto japonés, conocido como “daruma”. Uno le pinta un ojo y hace un deseo. Cuando el deseo se hace realidad, se le pinta el segundo ojo y después se quema.”

IMG_8057 Kopie

“Después de casi un año de dejar ir y de las apremiantes preguntas sobre la identidad propia, me rasuré la cabeza. Disfrazarme y ver quién puedo ser siempre me pareció emocionante. Ya había sido una ‘pretty girl’ por más de veinte años. Fue también una reacción contra la superficialidad del negocio del modelaje.”

IMG_7938 Kopie

“Un aspecto que se critica mucho es que el minimalismo es sólo para hombres blancos solteros que viven en sociedades acaudaladas. Tu lugar de origen o tu sexo no juegan, en mi experiencia, ningún papel. Las comunidades online son muy diversas. Sin embargo, los representantes prominentes suelen obedecer esté cliché. Pero estoy de acuerdo con el aspecto de la sociedad de la abundancia. Si la situación económica y política no fuera tan generosa, sería mucho más difícil preferir la posesión a la seguridad.”

IMG_8009 Kopie

“Mucha gente se construye una cueva con sus objetos. Pero esto le quita a uno especio, en el más amplio sentido de la palabra. Espacio en el que nos podríamos concedernos algo. Espacio que podría ser llenado por otras personas o acciones propias. Uno puede invitar amigos, hacer deporte. Las acciones propias se vuelven más importantes que los objetos.”

IMG_8020 Kopie

“Cuando hay pocas cosas en un lugar, se les da más valor. Un espacio vacío provoca respeto. Esto se aprovecha también en el diseño y en el arte. Uno eleva los objetos a un pedestal, los pone en el centro de atención. Como en un templo, un museo, o una tienda Apple.”

IMG_7996

“Desde que mi enfoque cambió de los objetos a otro tipo de contenidos, mis interacciones sociales ciertamente se han triplicado. Tengo más control sobre mi vida y más opciones para hacer algo para y con otras personas. Cada quien está sujeto a cómo estructura su vida cotidiana y lo que quiere lograr con ella. Cada quien debe decidir, dentro de sus posibilidades, en qué quiere invertir responsabilidad, tiempo, y energía. Si recibo una invitación espontáneamente, simplemente tomo mi llave, dinero, y celular. No hay necesidad de más: uno se sumerge simplemente en el mundo.”

IMG_8072

Du magst vielleicht auch

Schreibe einen Kommentar