Zentrale Thesen der Sozialpsychologie

Univ.-Prof. Dr. Dipl.-Psych. Arnd Florack, der die Vorlesung an der Universität Wien über Sozialpsychologie hielt, sagte er wüsste wie wenig realistisch es sei, dass wir nach längerer Zeit noch viel aus diesen Stunden wüssten. Was wir wirklich auf Dauer aus seiner Vorlesung mitnehmen sollten, seien diese zentralen Thesen, die ich hier mit euch teilen möchte: (Soziale) Situationen haben einen enormen Einfluss auf unser Erleben und Verhalten  Wir wissen oft nicht, warum andere Menschen sich so verhalten, wie sie sich verhalten Wir wissen oft nicht, warum wir Dinge tun, und wir wissen nicht, was wir nicht wissen Wir möchten gemocht werden […]

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8061

Today is the 8061st day of my life. We live in a time in which the money someone has on his banking account diversifies by orders of magnitude – between billions and not even having a banking account or enough to live. Individuals can own absurdly more money than the average human has or needs. But when we think of an „account of life time“ there is not so much divergence anymore. As Chuck Palahniuk wrote wisely: “On a long enough time line, the survival rate for everyone drops to zero.” And the asymptote approximately is 42340 days (at the […]

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Diamanten

Diamanten, aus Glas imitiert, Um das Handgelenk drapiert, ganzer Körper von feinen Stoffen geziert, Füße mit Pumps ausstaffiert – Wo enden nur deine Beine? Haare glatt frisiert, Lippen mit Farbe beschmiert, Und Hautfarbe, wo irritiert, Mit Make-Up ausbalanciert. Wo beginnst du? Augen schwarz maskiert, Lider metallisch schattiert, Hals gewählt parfümiert, Nase für Unsummen korrigiert. Und ab wann ist es eigentlich lügen?

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Fragenkatalog

Was unterscheidet Ihrer Meinung nach den Menschen wesentlich und prinzipiell von einem Schimpansen? Und was von einem Computer? Was verstehen Sie unter dem Begriff Seele? Wie viel Geld möchten Sie besitzen? Wie weit darf Toleranz gehen? Wenn Sie Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen gegen den Widerspruch der Mehrheit? Warum nicht, wenn es Ihnen richtig erscheint? Wenn Sie einen Menschen in der Badehose treffen und nichts von seinen Lebensverhältnissen wissen: woran erkennen Sie nach einigem Gespräch (nicht über Geld) trotzallem den Reichen? Wie würden Sie den Begriff Menschenwürde definieren? Wem kommt Ihrer Meinung […]

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Im Namen Sartres

Im Namen Sartres: ich bin dazu verdammt frei zu sein. Dieser Tag und die Entscheidung, was ich an ihm tue, sind mein. Menschen haben keine festgelegte Natur, sind das, wozu sie sich machen – Zeit jetzt aufzuwachen. Es ist an der Zeit, mir selbst aus dem Weg zu gehen, aufhören rumzustehen, Nein, nicht „weitersehen“, sondern endlich loszugehen. Es geht nicht darum nie zu scheitern, nie zu fallen, Es geht darum wieder aufzustehen und mich mit Zähnen und Nägeln in mein Ziel zu krallen. Ich kann den heutigen Tag nutzen, darüber zu sinnieren, was mich genau und wie und warum daran […]

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Das Leben ist

Das Leben ist schlafen und nicht einschlafen können sich Dinge genehmigen, sie genießen und sie anderen missgönnen Das Leben ist Vorräte kontrollieren, Einkaufslisten schreiben und einkaufen und bevor man die Artikel findet durch lange Regalreihen laufen Das Leben ist Rezepte lesen und kochen und essen und die wichtigsten Dinge immer wieder vergessen Das Leben ist einparken und ausparken ist Kleidung kaufen und Waschmittel und Briefmarken Das Leben ist sich anziehen und ausziehen und umziehen Kinder kriegen, ihnen Namen geben und sie erziehen Das Leben ist duschen und Zähne putzen und von einem Ort zum anderen kommen Sich selbst belügen und […]

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Zum Ich

Mein Name ist Klippe Von der das Wasser Stein um Stein löst Mein Körper ist noch kein Gerippe Doch früher oder später wird es entblößt Nur wer still steht, kann mitgerissen werden Deshalb schwimme ich im Strom Nur wer Angriffsfläche bietet kann sterben Ich laufe mit, doch in meinem Kopf bleibe ich autonom Ich bin du und ich und ihr und wir – in einem Körper vereint Ich bin viele, doch nie wie es scheint Bin diese, bin die andere und stets jene Die ich im selben Moment ablehne Ich bin nicht was war, war stets was blieb Bin nicht […]

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Zitatesammlung

Und eigentlich müsste man auch die Welt ändern – protestieren, spenden, in Pateien gehen. Eigentlich mache ich davon dann trotzdem nichts. Zu verstehen ist das nicht, oder? Doch, würden Soziologen sagen. Ich bin Teil einer Genration, die sie „pragmatisch“ nennen. Sie urteilen: „Während es vor allem in den 1970er und 1980er Jahren noch zum guten Ton gehörte, als junger Mensch politisch interessiert… zu sein, so kippte diese Haltung spätestens bis Mitte der 90er Jahre“ und habe sich bis heute zu einer „bemerkenswerten Politik-Abstinenz“ ausgewachsen. Drei Viertel der jungen Deutschen waren in den letzten fünf Jahren auf keiner Demonstration. 71 Prozent […]

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Die Körperlosen

Eine Apparatur zur Aufdehnung der Lider lies die Augäpfel weit hervorquellen. Normalerweise kleine kaum sichtbare Adern waren angeschwollen und hatten sich in pulsierende Röhren verwandelt, die sich durch das feuchte Weiß der Augen spannten. Mit der Aufdehnung der Augen wurde vermieden das Sichtfeld unnötig zu beeinträchtigen. Wie es normal durch einen schwarzen Rahmen geschieht, der von den Höhlen, in denen Augen zu liegen pflegen, herrührt. Bei diesem Exemplar lebenden Geschöpfs waren die Knochenschwülste über und unter den Augen bereits nach der Geburt abgebunden worden und bildeten nun eine flache Ebene, deren einziges markantes Merkmal ihre gnadenlose Unmarkantheit war. Die Nase […]

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